Familiengeschichten bilden den Schwerpunkt der 53. Nordischen Filmtage, die am Mittwoch, 2. November, starten. 147 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme werden auf dem diesjährigen Festival zu sehen sein. Die Veranstalter erwarten einen neuen Zuschauerrekord.
27000 Filmfreunde haben die Nordischen Filmtage im vergangenen Jahr besucht – mehr als jemals zuvor. Es ist nur ein Zeichen dafür, dass sich das Festival zum wichtigsten Marktplatz für nordeuropäische Filme entwickelt. „Acht Filme werden in deutscher Premiere zu sehen sein, vier sogar als internationale Premiere“, betonte die Leiterin Linde Fröhlich den Stellenwert der Filmtage bei der Vorstellung des Programms.
Mit der norwegischen Tragikomödie „Happy, happy“ eröffnen die Filmtage am Mittwoch, 2. November. Das Leben zweier Ehepaare in der norwegischen Provinz wird durcheinandergewirbelt. Im schwedischen Beitrag „Simon“ muss ein junger Mann im Schatten des 2. Weltkriegs seine jüdischen Wurzeln erforschen. Der Film ist mit Bill Skarsgård und Jan Josef Liefers prominent besetzt. Mit „Ich reise alleine“ kehr ein alter Bekannter nach Lübeck zurück: Jarle Klep (Rolf Kristian Larsen) war Hauptfigur der Komödie „Der Mann, der Yngve liebte“. 2008 gab es für den Film den Publikumspreis des Festivals. In seinem neuen Abenteuer muss er sich mit dem Resultat eines One-Night- Stands auseinandersetzen, das plötzlich vor seiner Tür steht. Mit der turbulenten Komödie „Superclasico“ geht Dänemark in das Filmtagerennen. Darin kämpfen ein Däne und ein argentinischer Super-Fußballer vor der Kulisse von Buenos Aires um eine Frau.
Im Filmforum ist die Dokumentation „Charlotte Rampling – The Look“ zu sehen. Die Schauspielerin, oft als „Objekt der Begierde“ inszeniert, steht im Zentrum des Portraits. Eine „Was wäre wenn?“-Geschichte erzählt der Film „Fenster zum Sommer“ mit Nina Hoss und Mark Waschke. Die deutsch-finnische Koproduktion steht kurz vor ihrem offiziellen Deutschland-Start. Traditionell wird auch wieder ein „Tatort“ auf den Filmtagen laufen, bevor er im Fernsehen gezeigt wird. „Borowski und der coole Hund“ mit Axel Milberg ist am Sonnabend, 5. November, um 10.45 Uhr in der Stadthalle zu sehen. Neben dem CineStar wird auch das Kolosseum in diesem Jahr wieder Spielstätte der Nordischen Filmtage sein.
Das komplette Programm der Nordischen Filmtage ist ab sofort unter www.luebeck.de/filmtage/de/index.html abrufbar.
Der Kartenvorverkauf startet am Sonntag, 30. Oktober, um 10 Uhr im CineStar Filmpalast Stadthalle. Karten gibt es dann auch auf der Homepage der Filmtage und unter www.cinestar.de.
Die Trailer aller Filme im Spielfilmwettbewerbs:
“Brim – Die Strömung”: Psychodrama auf einem Trawler, der in einem Sturm gerät, aber nicht deshalb komplett aus dem Ruder läuft.
“Der Haussegen”: Die Finanzkrise erreicht einen Bauunternehmer. Dramatischer Familien-Thriller aus Finnland.
“King of Devil’s Island”: Drama um eine Rebellion in einer Erziehungsanstalt im Norwegen des Jahres 1915.
“Die Tochter des Friedhofswärters”: Eine Kindheit auf dem Lande – nur äußerlich idyllisch.
“Dirch, der traurige Clown”: Biopic über Dänemarks beliebtesten Komiker Dirch Prasser.
“Ein anderer Weg”: Männer unter sich: Zwei Straßenbauarbeiter in Island schütten einander das Herz aus.
“Ich reise alleine”: Acht Jahre nach einem One-Night-Stand steht auf einmal dessen Resultat vor der Tür.
“Happy, happy”: Eine Affäre rüttelt das Leben zweier Ehepaare in der norwegischen Provinz durcheinander.
“Küss mich”: Kurz vor ihrer Hochzeit verliebt sich eine junge Frau in ihre neue Stiefschwester.
“Oslo, 31. August”: Die Chronik eines angekündigten Selbstmordes.
“Stockholm Ost”: Eine junge Frau verliebt sich in den Mann, der ihr eigenes Kind überfahren hat.
“Superclásico”: Komödie über den amourösen Konflikt zwischen einem Dänen und einem argentinischen Superstar.
“Tütenbierfilm”: 24 Stunden im Leben der berühmtesten Hänger von Helsinki.
“Volcano”: Drama um einen grantigen alten Mann, der seine Frau pflegt, nachdem sie einen Schlaganfall erlitten hat.
“Simon”: Im Schatten des 2. Weltkriegs forscht ein Junge nach seinen jüdischen Wurzeln.
“Irgendwo in Schweden”: Gesellschaftsbild, in dem sich die Lebenswege dreier Menschen in einer schwedischen Kleinstadt kreuzen.
http://se.filmtrailer.com/cinema/coming-30,30/8438/Nagon+annanstans+i+Sverige+bio+film+trailer+Persbrandt.html

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