Tierische Stimmung im Dortmunder Fanblock: In der Kieler Ostkurve zog es zwar wie Hechtsuppe, die Füße der Schlachtenbummler waren “rattenkalt”, aber dennoch sangen die BVB-Anhänger 90 Minuten lang wie die Zaunkönige. Neben den 1650 offiziellen Gästefans hatten mindestens 1000 weitere Schwarz-Gelbe Karten für den Polkalfight ergattert. “Das ist bei uns wie im Kegelclub – sehr familiär, und jede Reise wird mitgemacht”, freuen sich Thomas Fuchs (54) und Dietmar Tenne (54) vom BVB-Fanclub “Borussenstern” aus Dortmund. Während aus Hunderten Kehlen “Hurra, hurra, der BVB ist da!” erklingt, schwärmen beide etwa vom Championsleague-Spiel gegen Arsenal und den 8500 Dortmundern, die nach London pilgerten. “Ich möchte nicht wissen, wie viele Borussen jetzt im Besitz einer Rückrundendauerkarte für das Holstein-Stadition sind”, schmunzelt Fuchs in Anspielung auf den Kartenvorverkauf. Respekt zollen die BVB-Fans den Störchen für den fairen Empfang in Kiel. “Die positive Berichterstattung und eine in der ganzen Stadt stets freundliche Begrüßung – das gibt’s nicht überall”, sagen Fuchs und Tenne, die seit dem ersten Match in Sandhausen alle Pokalspiele des Meisters live miterlebt haben. “Am Nachmittag haben wir unsere Mannschaft sogar beim Spaziergang an der Förde getroffen!” Und das war – neben den vier Toren – ihr schönstes Erlebnis an diesem eiskalten, friedlichen Pokaltag in Kiel, der im schwarz-gelben Fahnenmeer natürlich mit lautem Gesang ausklingt: “Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!”

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