Seit drei Jahren trafen sich im August Biker und Nichtbiker an den Media Docks auf der nördlichen Wallhalbinsel, um das Hanse-Weekend zu feiern. Doch jetzt kam das Aus für die Veranstaltung.
Das sorgt für Unverständnis bei Veranstalter Sven-Bolko Heck: „Drei erfolgreiche Veranstaltungen ohne Zwischenfälle, Polizeieinsätze und obendrein zufriedenes Hotel- und Gaststättengewerbe, was will Lübeck denn mehr?“ Die Fans des Events sind erbost, auf Facebook bekunden sie ihren Unmut und das Unverständnis gegenüber der Hansestadt. So schreibt jemand: „Typisch Lübeck. Erst das Trave Rockt Festival und jetzt das Hanse Weekend. Hier in Lübeck darf man wohl keinen Spaß mehr haben“, ein weiterer bezeichnet Lübeck als „die Veranstalter unfreundlichste Stadt im Norden“.
Die Gründe der Hansestadt nennt Veranstalter Heck „hanebüchen“, ihm gegenüber sei von Sicherheitsbedenken gesprochen worden. „Wir hatten nie ein Problem mit der Sicherheit“, so Heck.
In der Stadt Lübeck und der Politik sieht man das anders. „Wir mussten den Veranstalter in der Vergangenheit mehrfach anmahnen, er hielt sich nicht an Absprachen, die Fluchtwege wurden nicht frei gehalten und an Lärmschutzauflagen hielt er sich auch nicht“, so Innensenator Bernd Möller (Grüne). Möller, der nach dem Unglück der Love-Parade in Duisburg den Arbeitskreis Großveranstaltungen gründete, betont, dass sich seither in Lübeck jeder Veranstalter an die Auflagen hielte, nur Heck nicht. „Die nördliche Wallhalbinsel ist für diese Veranstaltung nicht geeignet, es gibt nur einen Fluchtweg“, so Möller weiter.
Heck hält das für fadenscheinig, immerhin hätte die Veranstaltung bereits dreimal an diesem Ort stattgefunden. „Ich denke, Lübeck hat ein Problem mit den Hells Angels, die auch auf dem Festival waren“, überlegt Heck. Zudem habe er sich um Ausweichflächen bemüht, sei aber gescheitert. „Herr Heck hat weder schriftliche Anträge gestellt noch Zusagen für alternative Flächen erhalten“, hält Stadtsprecher Marc Langentepe dagegen. Es sei das Problem des Veranstalters, wenn dieser für einen Event im Internet werbe, jedoch keine Anträge auf den Veranstaltungsort stelle.
Von den Mahnungen will Heck nichts gewusst haben: „Wir haben eigens ein Mobiltelefon gekauft, um für die Einsatzkräfte eine eigene Leitung zu haben – es hat nicht einmal geklingelt.“ Auch den Lärmschutz hätte man nicht missachtet, eine Firma hätte die Bühnen zuvor eingepegelt. „Wenn der Hafenmeister gleichzeitig eine laute Party feiert und uns noch fast übertönt, können die uns nicht den schwarzen Peter zuschieben“, ereifert sich Heck. Es steht Aussage gegen Aussage. Sicher ist nur eins: Das Hanse-Weekend findet in diesem Jahr in Stade statt. Mey

Verfasst von: 


ePaper
Facebook
meinVZ



hallo. am 05.05.2012 soll es wohl eine demo geben weil es abgesagt wurde. zu erfahren unter der harley weekend homepage. ort und datum werden noch bekannt gegeben.
um rege teilnahme wird gebeten.
Das ist schon alles sehr interessant. Leztes Jahr wurde die Stuntshow abgesagt, dieses Jahr das ganze Event- Sicherheitsbedenken. Die habe ich vielmehr, wenn ich durch Lübecks Straßen fahre. Alles was die Stadt für Nichtsenioren attraktiver macht, ist hier nicht gewollt und das geht nicht gegen die Senioren, denn auch die hat man auf den Harley-Days getroffen. Hier in Lübeck scheint es nur noch um teure Wohnlagen zu gehen. In meinen Augen wird die Inschrift am Holstentor hier viel zu wörtlich genommen, und man sollte sie ändern: Mehr Schein als Sein !
….ist doch mal wieder typisch….scheinbar hat Lübeck doch noch genügend Geld , sodass es auf derlei Veranstaltungen, die dem Hotel-und Gaststättgewerbe zugute kommen, verzichten kann.
Jegliche Veranstaltung, die Besucher nach Lübeck bringen könnte wird direkt im Keim erstickt….normal ist das auch nicht mehr….