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Aqua-Top: Woran es wirklich hakt

Travemünde. Ein vertraulicher Bericht zum Sachstand Aqua-Top/Maritim vom 17. Februar 2010 listet auf, woran nach Meinung der Verwaltung nach mehr als sechs Jahren Schwimmbad-Leerstand ein Abriss der Ruine immer noch scheitert. Drei Punkte werden dort genannt.

Die Wasserrutsche des Aqua-Top ist nach wie vor weithin sichtbar. Für einen Abriss der Schwimmbad-Ruine gibt es noch keine Lösung. Foto: HELGE NORMANN

Trostlos: So sieht das Meerwasser-Brandungsbad von innen aus. „Badespass“ steht noch auf den Transparenten, die von der Decke hängen. Foto: HELGE NORMANN

Dabei geht es um die Zustimmung der Maritim Hotelgesellschaft zum Schwimmbad-Abriss. Der Maritim-Gruppe gehört ein kleiner Anteil am Bad, deshalb muss sie gefragt werden. Zum ersten mache die Maritim Hotelgesellschaft die Unterzeichnung des Vertrages davon abhängig, dass sie die Genehmigung zur Umwandlung von Hotelzimmern in Eigentumswohnungen  erhält. Zweitens, dass die Feuerwehrzufahrt bei einem Schwimmbad-Abriss gesichert ist. Und drittens dass die „Sichtbeziehungen“ bei einem Neubau auf dem Aqua-Top-Gelände gewahrt bleiben. Also dem Maritim nicht die Aussicht verbaut wird. Außerdem fordert die Hotelgruppe ein Mitspracherecht bei der Planung.

Für Feuerwehrzufahrt und die anderen Punkte gibt es Lösungen. Aber nicht für die mögliche Umwandlung in Eigentumswohnungen: Das Maritim will sich mit der Option auf Umwandlung in Eigentumswohnungen vor wirtschaftlichen Nachteilen schützen, die ein Hotel direkt vor der eigenen Haustür mit sich bringen könnte. Dem Bericht zufolge drängt die Hotelgesellschaft drauf, die Umwandlungsgenehmigung schon zu erhalten, sobald feststeht, dass auf dem Aqua-Top Grundstück ein neues Hotel geplant ist.

Die Wasserrutsche des Aqua-Top ist nach wie vor weithin sichtbar. Für einen Abriss der Schwimmbad-Ruine gibt es noch keine Lösung. Foto: HELGE NORMANN

Die Wasserrutsche des Aqua-Top ist nach wie vor weithin sichtbar. Für einen Abriss der Schwimmbad-Ruine gibt es noch keine Lösung. Foto: HELGE NORMANN

Stimmt die Stadt der Umwandlung zu, könnte aber die ganze Fremdenverkehrssatzung kippen. Die verhindert bislang, dass Hotelzimmer in Eigentumswohnungen umgewandelt  werden. Darf das Maritim umwandeln, dann werden andere auch umwandeln wollen und vielleicht gegen die Satzung klagen. Touristiker haben Angst vor „runtergelassenen Rolläden“ in Ferien-Eigentumswohnungen, die nur wenige Wochen im Jahr belegt sind. Für Hotelbesitzer dagegen kann der Verkauf sehr lukrativ sein. Es sieht so aus, als gäbe es überhaupt keine Lösung, die zu einem Abriss führt. HN

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